Schutzpatrone

St.Georg ( Georgstag 23. April, Pfadfinder)

St.Martin (Martini, 11. November, Biber)

Franz von Assisi (4. Oktober, Wölflinge)

Elisabeth von Thüringen (19. November, Wichtel)

Paulus von Tarsus (Paulustag 30.6.) (RaRo)

St. Georg 

Der Schutzpatron der Pfadfinder ist der Hl. Georg. Er wurde von Baden-Powell in „Scouting for boys“ als Schutzpatron der Pfadfinder benannt.

Weblinks

Der Der Heilige Georg – Schutzpatron der Pfadfinderbewegung

Bereits Baden-Powell wählte den Heiligen Georg zum Schutzpatron der Pfadfinder. Es dürfte die Ritterlichkeit gewesen sein, warum der Heilige Georg gewählt wurde. Georg ist auch der Schutzpatron von England sowie verschiedener Ritterorden. Das Georgskreuz (rotes Kreuz auf weißem Hintergrund) ist die Grundlage verschiedener Kriegsfahnen.

Georg lebte im dritten Jahrhundert in Kappadokien, einer Landschaft in Zentralanatolien in der heutigen Türkei. Zur Zeit des Heiligen Georgs war Kappadokien Teil des römischen Reichs.

Erste Erwähnung fand Georg als Märtyrer, es entstanden bald verschiedenste Legenden, die alle die grausamen Foltern und den Märtyrertod Georgs zum Inhalt hatten. Erst zur Zeit der Kreuzzüge entstand die Drachentöterlegende (wie sie auch im Pfadfindertum gepflegt wird). Es scheint dass der Mythos des Drachentöters vom Erzengel Michael auf den Heiligen Georg übertragen wurde. Zu dieser Zeit wählte auch Richard Löwenherz den Heiligen Georg zu seinem persönlichen Schutzpatron. Damals begann sich die Georgsverehrung in Europa auszubreiten, während im ersten Jahrtausend Georg in erster Linie ein Heiliger der östlichen Christenheit, ausgehend vom Vorderen Orient, Äthiopien und Ägypten, gewesen war.

Gedenktag des Heiligen Georg ist der 23. April, sein überlieferter Todestag (vermutlich 303 n. Chr.).

Die Drachentöterlegende

In einem See in der Nähe von Silena in Lybien hauste ein schrecklicher Drache. Wo er hintrat, verwüstete er Felder und Wiesen. Auch den mutigsten Kriegern gelang es nicht, das Tier zu töten. Um den Drachen zu besänftigen, beschlossen die verzweifelten Menschen, ihm jeden Tag zwei Schafe vorzuwerfen. Doch die Schafe waren bald aufgefressen, und die Gier des Tieres wurde immer größer. Es forderte Menschenopfer.„Wenn wir ihm nicht zu Willen sind, wird das Tier in die Stadt eindringen und sie zerstören“,fürchteten die Bewohner.Die Opfer wurden durch das Los bestimmt. Auch Kinder blieben nicht verschont. Eines Tages traf das Los die einzige Tochter des Königs.„Nehmt die Hälfte meines Reiches, aber lasst mir meinKind“,bat der König.„Das hilf tuns nichts“,sagten die Leute.„Auch du sollst dich an unsere Abmachung halten, sonst werden wir uns rächen.“Aus Erbarmen gewährten sie dem König acht Tage Zeit, um von seiner Tochter Abschied zu nehmen. Nach dieser Zeit ließ der König die Prinzessin mit den schönsten Kleidern schmücken und führte sie vor die Tore der Stadt. Als das Mädchen allein zum See lief, kam ihr ein fremder Ritter auf einem braunen Pferd entgegen. Es war Georg. „Warum weinst du?“,fragte er.„Ich muss sterben“,antwortete die Prinzessin. „Ein schrecklicher Drache bedroht uns. Fliehe!“Doch Georg zeigte keine Angst.„Ich will versuchen,dich zu retten“,sagte er. In diesem Augenblick fing das Wasser an zu brodeln und zu schäumen. Aus den Wellen stieg der Drache ans Ufer. Georg ritt ihm entgegen, und bevor sich dieser wehren konnte, erstach er ihn mit seiner Lanze. Der König und das Volk, die alles aus der Ferne mit angesehen hatten, jubelten dem Ritter zu. Aber Georg sagte:„Gott hat mir die Kraft geschenkt, euch von dem Drachen zu erlösen. Nicht mir, sondern ihm müsst ihr danken. Fürchtet euch nicht! Im Zeichen des Kreuzes habe ich den Kampf gewagt, mit seiner Kraft könnt auch ihr stark sein.“Der König belohnte Georg mit Gold und Silber und Edelsteinen. Georg verteilte die Schätze unter den Armen der Stadt und kehrte in seine Heimat zurück.

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Heiliger Martin

Biber

  • Martin von Tours(Heiliger Martin, Martini, 11.11.)

Der Heilige Martin von Tours – Schutzpatron der Biber

Der 11. November ist der Namenstag von Martin von Tours. Der historische Martin wurde aller Wahrscheinlichkeit nach im Jahr 316 in der Stadt Sabaria – auf dem Gebiet des heutigen Ungarn – geboren. Auf Wunsch des Vaters trat er in die römische Armee ein. Auf diesem Weg verschlug es ihn ins heutige Frankreich, wo er in Amiens stationiert war. Ein zentrales Element in den Überlieferungen zum Heiligen Martin von Tours ist das Teilen, warum er auch zum Schutzpatron der Biber gewählt wurde. Eine Legende besagt, wie er eine gute Tat vollbrachte:

Die Legende vom Teilen des Mantels

In einer kalten Nacht traf er auf einen frierenden Bettler. Da er weder Brot noch Geld dabei hatte, zerteilte er mit dem Schwert seinen warmen Mantel und gab eine Hälfte dem Bettler. Später soll Jesus in Martins Traum erschienen sein. Er lobte die Tat als Zeichen der Nächstenliebe. 

Die Legende von der Bischofsernennung des Heilgen Martins

Im Jahre 371 wurde er gegen seinen Willen zum Bischof von Tours gewählt. Er selbst hielt sich jedoch für unwürdig und versteckte sich in einem Gänsestall, um die Wahl nicht annehmen zu müssen. Doch das Geschnatter der Gänse verriet sein Versteck und Martin musste Bischof werden.

Warum die Laternen?

Als der Heilige Martin starb, wurde er von vielen Menschen mit Lichtern zu Grabe getragen. Daraus entstand der Brauch. Um an Sankt Martin zu Gedenken, werden Lichter und Laternen angezündet. Viele Kinder freuen sich, die Laternen selbst zu basteln. Vielerorts endet der Martinszug mit einem Lagerfeuer und dem Martinssingen.

Bald nach seinem Tod wurde Martin er heilig gesprochen und  berühmt für seine guten Taten. Für Christen ist er der Schutzpatron der Armen. Darum wird jedes Jahr am 11. November „Martinstag“ gefeiert. Oftmals wird die Geschichte der Mantelteilung nachgespielt. Ein Laternenzug begleitet anschließend den Reiter Martin. In vielen Gegenden wird dann Hefe- oder Laugengebäck verteilt, das man durchbricht und mit anderen teilt.

Wölflinge

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  • Franz von Assisi (4. Oktober)

Der Heilige Franz von Assisi – Schutzpatron der Wölflinge

Franz von Assisi ist einer der wichtigsten Heiligen für die Christen. Er gründete den Franziskanerorden und kümmerte sich sehr um arme, kranke und benachteiligte Menschen. Daher gilt er als Anwalt für die Armen. Franz von Assisi wird auch Heiliger Franziskus genannt. Für viele Christen ist er bis heute ein Vorbild.

Franz von Assisi wurde um 1180 in der italienischen Stadt Assisi geboren. Sein Vater war ein reicher Tuchhändler und nannte ihn Francesco, das bedeutet „kleiner Franzose“. Als Jugendlicher genoss Franz sein Leben. Er hatte genug Geld und keine große Sorgen. Er träumt davon, Ritter zu werden. Mit knapp 20 Jahren zog er in den Krieg. Man nahm ihn gefangen und sperrt ihn in einen Kerker, wo er schwer erkrankt. Als er wieder zu Hause war, verschenkte Franziskus alles, was er hatte, an die Armen und zog in die Wälder vor der Stadt. Als Kleidung hatte er nur eine Kutte aus grobem Stoff.  Franz verzichtete auf das Erbe seines Vaters und zog als Bettler und Wanderprediger los. Unterwegs forderte er alle Menschen auf, einfach zu leben, die Tiere und die Schöpfung zu lieben und Nächstenliebe zu praktizieren. Daraus wurde später der Franziskanerorden.

Die Legende von Franz und dem Wolf

Bei der Stadt Gubbio trieb sich ein großer, wilder Wolf umher. Er griff vor Hunger auch Menschen an. Die Bewohner lebten in Angst. Keiner ging unbewaffnet vor das Stadttor. Franziskus hatte Mitleid mit den Menschen, und er beschloss, dem Wolf entgegenzutreten. Der Wolf rannte mit offenem Rachen auf Franziskus zu, doch der machte das Kreuzzeichen über ihn. Da blieb der Wolf stehen. Er spürte die Kraft, die von dem Heiligen ausging. Franziskus rief: „Komm zu mir, Bruder Wolf! Im Namen Christi befehle ich dir: Tu niemandem etwas zuleide!“ Der Wolf lief herbei und legte sich Franziskus zu Füßen. Franz versprach dem Wolf, dass ihm die Menschen genug zu essen geben würden, damit er niemanden mehr verletzen müsse. Als Zeichen für sein Einverständnis legte der Wolf seine Tatze in die Hand von Franziskus. Gemeinsam gingen sie in die Stadt. Der Wolf ging nun jeden Tag von Haus zu Haus und die Menschen gaben ihm zu fressen. Mit seiner Sanftmütigkeit erinnerte er sie an den heiligen Franz von Assisi.

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Elisabeth von Thüringen

Wichtel

  • Elisabeth von Thüringen (19. November)

Die Heilige Elisabeth von Thüringen – Schutzpatronin der Wichtel

Elisabeth von Thüringen – öfters auch Elisabeth von Ungarn genannt – war Tochter des ungarischen Königs Andreas II. (1177 bis 1235) und der Gertrud von Andechs. Sie war die Schwester der Heiligen Hedwig von Andechs.

Elisabeth war während ihres kurzen Lebens sehr viel für die Armen und Kranken engagiert. Dies drückte sich vor allem in der Stiftung von Kranken- und Armenhäusern aus. Ihre Freigiebigkeit brachte ihr aber auch unzählige Konflikte mit der Familie ihres Mannes ein, die es nicht gerne sahen, dass ihr Vermögen auf diese Weise ausgegeben wurde.

Von Elisabeth werden die zwei folgenden Legenden am öftesten erwähnt:

Das Rosenwunder

Als Elisabeth Gaben zu den Armen tragen wollte, wurde sie von ihrem Mann überrascht. Als er sie für diese Ver-schwendung seines Vermögens tadelte und in den Korb blicken wollte, hatte sich das Brot in Rosen verwandelt.

Das Aussätzigenwunder

Elisabeth nahm einen Aussätzigen auf, wusch ihn, pflegte ihn und legte ihn in das Ehebett, das sie mit Ludwig teilte. Als dieser erzürnt herbeieilte und die Decke zurückschlug, sah er, statt des Aussätzigen, Jesus.

Paulus von Tarsus

Rover und Ranger

  • Paulus von Tarsus (Paulustag, Peter und Paul, 29.6.)

Paulus wurde in Tarsus in Cilicien geboren, als Sohn einer jüdischen Familie Benjamin mit römischem Bürgerrecht. Der jüdische Name von Paulus war Saulus oder Sha’ul, sein Name als römischer Bürger Paulus. Nach dem Vorbild seines Vaters erlernte er den Beruf des Zeltstoffwebers. Paulus galt als sehr gebildet, war der griechischen aber auch der hebräischen und aramäischen Sprache mächtig. Die Kindheit und Jugend verbrachte Paulus in Tarsus, einer in der damaligen Zeit bedeutenden Stadt mit etwa einer halben Million Einwohner.

Paulus nahm als gestzestreuer Jude an den Verfolgungen der ersten Christen teil, die er für gefährlich hielt. Er war unter anderem am Märtyrertod des Hl. Stephanus beteiligt. Eine Reise nach Damaskus sollte ebenfalls der Christenverfolgung dienen.

Unterwegs aber, als er sich bereits Damaskus näherte, geschah es, dass ihn plötzlich ein Licht vom Himmel umstrahlte. Er stürzte zu Boden und hörte, wie eine Stimme zu ihm sagte: Saul, Saul, warum verfolgst du mich?Er antwortete: Wer bist du, Herr? Dieser sagte: Ich bin Jesus, den du verfolgst. (Apg 9,3-5 EU ; 26,12-18 EU)“

Paulus erblindete daraufhin. In Damaskus angekommen, ließ er sich von dem Christen Hananias (Ananias) taufen, woraufhin er sein Augenlicht zurückerlangte. Er wurde daraufhin zu einem der aktivsten und einflussreichsten Verkünder Jesu Christi. Als christlicher Missionar und Apostel verwendete er seinen römischen Namen Paulus.

In den folgenden Jahrzehnten unternahm Paulus drei Missionsreisen und gründete zahlreiche Christengemeinden. Während dieser Zeit entstanden die beiden Briefe an die Thessaloniker, die beiden Korintherbriefe, der Galaterbrief und der Römerbrief. Schließlich wurde er in Caesarea gefangengenommen und sollte nach Rom überstellt werden. Während dieser Fahrt erlitten das Schiff vor der Küste Maltas Schiffbruch. Nach seiner Ankunft in Rom verfasste Paulus den Philipperbrief, den Epheserbrief, den Kolosserbrief sowie den Brief an Philemon.

Darin heißt es, dass Paulus und einige andere Gefangene mit einem Schiff von Palästina nach Rom unterwegs waren. Hinter Kreta gerieten sie in einen schweren Sturm und trieben zwei Wochen lang steuerlos im Wasser, bevor das Schiff in einer kleinen Bucht strandete. Zwar ist unter Forschern umstritten, dass es sich dabei um die Mittelmeerinsel Malta handelte, doch in der Apostelgeschichte heißt es dazu: „Als wir gerettet waren, erfuhren wir, dass die Insel Malta heißt.“

Um Paulus‘ Aufenthalt auf Malta ranken sich viele Wundererzählungen. So soll sich eine giftige Schlange, die aus einem Feuer herauskam, an seiner Hand fest gebissen haben. Die Einheimischen rechneten fest mit Paulus‘ Tod, doch die Schlange konnte ihm nichts anhaben. Im Haus des römischen Statthalters Publius, wo Paulus und seine Gefährten zu Gast waren, heilte der Apostel dessen kranken Vater. Daraufhin kamen andere Kranken von der Insel und konnten ebenfalls geheilt werden. Publius, so berichtet die Legende, ließ sich später taufen und wurde als Statthalter auch erster Bischof von Malta. Malta blieb deshalb fortan von jeder Form der Christenverfolgung verschont.

Paulus war neben Petrus eine der erfolgreichsten Missionare der christlichen Urkirche. Die Orthodoxen Kirchen, die Römisch-katholische Kirche, die Koptische Kirche, die Armenische Apostolische Kirche und die Anglikanische Gemeinschaft verehren Paulus als Heiligen. Die evangelischen Kirchen erinnern mit Gedenktagen an ihn.

Location Bahnhofstrasse 13, 3424 Wolfpassing Telefon +43 676 82618310 E-mail office@pfadfinder-zeiselmauer.at Stunden Heimstunden finden während des Schuljahrs außer an schulfreien Tagen und Ferien statt
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